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Hadmut Haas

 

Das Friedrich-Meinzolt-Haus liegt so ziemlich im Herzen von Dachau-Ost, und das empfindet Frau Haas als großes Glück. Sie ist nämlich gern zu Fuß unterwegs, es hält sie nicht lang auf ihrem Zimmer im Altenheim. Bei schönem Wetter ist sie zwischen Frühstück und Mittagessen mindestens zwei Mal auf den Straßen des Viertels zu finden und nachmittags dann noch einmal, oder sie genießt den Garten des Meinzolt-Hauses. Aber auch jetzt, während der nassen kalten Jahreszeit, schiebt sie ihr Wägelchen auf ihren Runden vorsich her. Ohne den Rollator geht es nicht mehr. Anfangs konnte sie sich schwer anfreunden mit ihrer Gehhilfe, aber jetzt ist sie einfach nur froh, dass sie damit einen großen Teil ihrer Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit behalten kann und nicht auf Hilfe angewiesen ist.

 

Sie kann sich, wenn nötig, auf dem eingebauten Sitz ausruhen und in dem geräumigen Korb ihre Tasche, ein Kissen oder auch ihre Einkäufe transportieren. Und deshalb freut sie sich, so zentral zu wohnen, da alles in Gehnähe ist, der Bäcker, ein Lebensmittelladen, eine Drogerie. „Die meisten
Geschäfte haben Auffahrten und die Bürgersteige sind gut gekehrt“, lobt Frau Haas. Bei ihren längere Spaziergängen findet sich meistens eine Bank zum Ausruhen, auch wenn es manchmal schwierig wäre,
ohne den Rollator als Aufstehhilfe wieder hoch zu kommen. In der Ludwig-Ernst-Straße, auf der Seite
mit dem breiten Bürgersteig, die ihr mit dem Rollator viel leichter fällt, fehlen ihr ein paar Bänke, wenn sie zum Ernst-Reuter-Platz geht.

 

Überhaupt, der Ernst-Reuter-Platz: „Mit dem Buckligen (=Kopfsteinpflaster) findet man sich halt ab,
wenn man ihn kreuzen muss“, aber es fällt Frau Haas halt doch ziemlich schwer, deshalb darf sie sich auf den Stühlen bei Milka ausruhen und das tun, was hier so wunderbar möglich ist: die Menschen und ihr Treiben rund um den Platz beobachten.

autor-squareEva Behling