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Verkehr
Tempo 30
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Tempo 30 in der Würmstraße!


Was lange währt, wird endlich gut! Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat im 2015 Februar der beantragten Ausweisung von Tempo 30 zugestimmt.

 

Wir, die Mitglieder der ehemaligen AG Verkehr der Sozialen Stadt Dachau und jetzige Bürgertreff-Ostler haben uns darüber natürlich sehr gefreut. Seit Jahren haben wir uns u.a. das Ziel gesetzt, dass die Würmstraße für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden soll.

 

Mit unseren zwingenden Argumenten für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Würmstraße, die wir noch am 05.02.2015, d.h. vor der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses, schriftlich allen Fraktionsmitgliedern im Dachauer Stadtrat zukommen ließen, haben wir wohl die Mehrheit im Stadtrat überzeugen können, wie wichtig der Antrag für die
Bürger/innen in unserem Stadtteil ist.

 

Jetzt müssen sich nur noch die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten – zum Wohle
aller Verkehrsteilnehmer/innen.

 

 

Für alle die sich nun schon nicht mehr erinnern können wie es in der Würmstrasse vor der Beruhigung war heir nochmals eine Zustandsbeschreibung von 2014 

 

Versucht man, vor allem am Abend, die Würmstraße zu überqueren oder aus einer Nebenstraße oder Ausfahrt in diese einzubiegen, so ist dies häufig problematisch: Die Sicht wird durch geparkte Lkw und Kleintransporter behindert. Motorradfahrer nutzen die 700-m-Gerade für Beschleunigungstests.

 

Sportlich-junge Pkw-Piloten lassen es noch mal so richtig krachen, bevor sie sich an der SHELL-Tanke mit Spaßgetränken eindecken, und auch der Linienbus strebt mit grollendem Diesel vehement in Richtung Stadtbauhof.

 

Warum dieser Stress mitten in einem Wohngebiet?

 

Nun ja, 50 ist ja eh erlaubt, man hat überall Vorfahrt, und die anderen werden schon aufpassen. Aber müssen die Anwohner das für alle Zeit so hinnehmen?

 

Nein, denn es gibt eine Lösung:

 

Die Würmstraße muss endlich auf  30 km/h beschränkt werden, und zwar im Zuge einer Tempo 30-Zone im Gebiet zwischen Theodor-Heuss-Str. und Alte Römerstraße sowie zwischen Sudetenland- und Schleißheimer Straße – siehe Schaubild. Größtenteils ist die Zone ja bereits erfolgreich verwirklicht, nur bei der Würmstraße wird Tempo 30 bisher von einer Mehrheit im Stadtrat abgelehnt.

 

Wer sich die Straße genau ansieht, wird feststellen, dass sie vor allem Zubringer für ca. 1200 Anwohner ist. Dies ist schon aufgrund der vielen geparkten Fahrzeuge und der zahlreichen Straßeneinmündungen und Ausfahrten deutlich erkennbar. Trotzdem wird die Straße gerne als Durchgangsstraße missbraucht, um sich die eine oder andere Ampel zu sparen. Allein durch das so erzeugte Verkehrsaufkommen wird die Straße für viele Stunden am Tag sowieso zur 30-Zone.

 

Also was spricht gegen eine generelle Beschränkung? Das Argument, die Linienbusse hätten dann erhebliche Verzögerungen, stimmt nicht. Der Bus würde für eine Durchfahrt nur ca. 35 Sekunden länger brauchen, bei Stopps an den Haltestellen geht die Differenz gegen 0.

 

Eine durchgehende 30-Zone hätte noch weitere Vorteile: Bei einer generellen Rechts-vor-Links-Regelung wären alle Verkehrsteilnehmer zu vorsichtigem Fahren gezwungen. Die Radfahrer könnten wieder gefahrlos die Fahrbahn benutzen und es käme nicht mehr zu gefährlichen Situationen durch Radfahrer auf den Gehwegen. Schließlich würde auch die Lärmbelästigung deutlich sinken, und es
eine erhebliche Reduzierung des Schilderwalds erreicht werden.

 

In Dachau-Ost wurde auf Anregung der AG Verkehr schon vieles verwirklicht: Behindertenfreundliche Bushaltestellen, ein weiterer Zebrastreifen, Querungshilfen und z.T. Sperrflächen gegen das Parken von schweren Lkw. 30-Zone Dachau-Ost: Wir bleiben dran! Wer sich noch intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei die Website www.30kmh.eu, eine europaweiten Bürgerinitiative empfohlen. 

 

autor-squareMichael Volkmann
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